Fritz Aselmeyer
Fritz (eigentlich Friedrich Eduard) Aselmeyer (1886–1917) wurde in Neapel als einziger Sohn von Anna und Karl Aselmeyer geboren, seine Schwester Giulietta war zwei Jahre älter. Aselmeyers Familie väterlicherseits stammte aus Bremen und hatte die seit 1826 bestehende deutsche Kolonie in Neapel mitaufgebaut. Die Familie seiner Mutter, einer Arzttochter, war ebenfalls langjährig in Italien ansässig. Der Großkaufmann Karl Aselmeyer war Teilhaber der Textilproduktionsfirma Aselmeyer, Pfister & Co, betrieb Baumwollspinnereien und war zudem deutscher Honorarkonsul.
Wie sein Vater wurde Fritz Aselmeyer Kaufmann, mutmaßlich im väterlichen Betrieb. 1908 heiratete er in Dresden Anna Luise Netto (1883–1932), die Tochter eines Oberstleutnants, mit der er in Neapel lebte, und bekam mit ihr drei Töchter: die jüngste, Annegret, wurde im Juni 1915 in Dresden geboren. Wie andere Angehörige der Familie Aselmeyer hatte sich auch Anna Luise Aselmeyer –spätestens angesichts des bevorstehenden Kriegseintritts Italiens auf Seiten der Alliierten – zur Übersiedlung nach Deutschland entschieden.
Zu dieser Zeit war Fritz Aselmeyer, der sich bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs freiwillig gemeldet hatte, als Leutnant der Reserve an der Westfront in Flandern eingesetzt. Nachdem er bereits als Einjährig-Freiwilliger militärisch ausgebildet worden war, wurde er im Juli 1915 dem Deutschen Alpenkorps zugeteilt, das etwa zu dieser Zeit an den Kriegsschauplatz in Rumänien verlegt wurde. Fritz Aselmeyer starb zwei Jahre später, am 18. Juli 1917, mit 31 Jahren in der Nähe des Bâlea-Sees. Die näheren Todesumstände sind nicht bekannt.
Fritz Aselmeyers Überreste wurden nach Dresden überführt und am 1. August 1917 in der Grabstätte der Familie seiner Frau auf dem Johannisfriedhof im Grabfeld 3G bestattet. Seine Witwe wurde dort 1932 als letztes Mitglied der Familie Netto ebenfalls dort beerdigt, Anfang der 1960er-Jahre gab die Familie die Grabstätte auf. Als kulturhistorisch wertvolles Grabdenkmal wurde die von dem Architekten Wilhelm Kreis entworfene Anlage 2016 denkmalschutzgerecht restauriert.
Quellen (Auswahl):
- Stadtarchiv Dresden: 6.4.25–3.4.2-86 Standesamt III, Sterberegisternr. 1059/1917 (Friedrich Eduard Aselmeyer)
- Friedrich Eduard Aselmeyer, in: Ancestry Library, https://www.ancestrylibrary.de/family-tree/person/tree/208294189/person/332736540531/facts (3.6.2026)
- Todesanzeige, in: Kölnische Zeitung, 1.8.1917
- 70. Geburtstag von Consul C. Aselmeyer, in: Karlsruher Tageblatt, 20.3.1928
- Grabstätte Netto/Aselmeyer, in: Ärar des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofs zu Dresden u. A., Steine erzählen Geschichte(n), Dresden 2018, S. 54f
| Name | Fritz Aselmeyer |
|---|---|
| Geschlecht | männlich |
| Nationalität | deutsch |
| Opfergruppe | Soldat, WK I
Nicht anerkannt gemäß Gräbergesetz |
| Geburtsdatum | 24.03.1886 |
| Todesdatum | 18.07.1917 |
| Bestattungsdatum | 01.08.1917 |
| Friedhof | Johannisfriedhof |
| Grablage | Grabfeld 3G |
| Todesursache | unbekannt |
| Todesort | ROU, Nähe Bâlea-See |
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