Emmerich Czaslawka

Emmerich Czaslawka, Polizeifoto, 1942

Emmerich Czaslawka, Polizeifoto, 1942

© Bundesarchiv, R 9361 III/266627

Emmerich Czaslawka (1924–1944) wurde in Wien geboren und wuchs dort als uneheliches Kind bei seiner Mutter auf. Er schloss sich um 1941 der Waffen-SS an und war als Kanonier bei seinem Regiment in München für die Bedienung, Wartung und Munitionsversorgung von Geschützen zuständig. Wegen eines unbekannten Vergehens wurde Czaslawka im Juni 1942 in das Strafvollzugslager der SS und Polizei in Danzig-Matzkau eingewiesen. Anschließend war er wieder als Kanonier tätig – in der Arbeitsabteilung der Waffen-SS Russland-Mitte im Raum Bobruisk. Erneut muss Emmerich Czaslawka etwas Strafwürdiges begangen haben – weshalb er nach Dresden kam, ist nicht bekannt. Hier wurde er von einem SS-Gericht zum Tode verurteilt und am 9. März 1944, wenige Tage nach seinem 20. Geburtstag, erschossen. Am 11. März 1944 wurde er im Grabfeld 1E bestattet.

Im Bestattungsbuch wurden Czaslawka SS-Zugehörigkeit und seine Hinrichtung durch Erschießen vermerkt. Dennoch ordnete man ihn 1976 den polnischen Staatsangehörigen zu, weshalb er in die Gedenk- und Begräbnisanlage im Grabfeld 3I überführt wurde. Auf der Namenwand wurde sein Name – polonisiert zu „Czasławka“ – mit aufgeführt.

Quellen (Auswahl):

  • Bundesarchiv: B 563-1 KARTEI/3486154; R 9361 III/266627; Auskunft Deutsche Dienststelle (WASt, heute Bundesarchiv), 22.6.2016
  • Wiener Stadt- und Landesarchiv: Historische Meldeunterlagen (Emmerich Czaslawka)

Name Emmerich Czaslawka
Geschlechtmännlich
Nationalitätdeutsch
OpfergruppeJustizhäftling (Militär)
Anerkannt gemäß Gräbergesetz
§ 1 Abs. 2 Nr. 2
Geburtsdatum05.03.1924
Todesdatum09.03.1944
Bestattungsdatum11.03.1944
FriedhofJohannisfriedhof
GrablageGrabfeld 1E
Exhumiert und innerhalb des Friedhofs überführt nach
Grabfeld 3I (1976)
TodesursacheHinrichtung
TodesortDE, Dresden

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