Kurt Grochalsky

Symbolbild (Kurt Grochalsky)

 

Grabstein für Kurt Grochalsky (Detail)

© StSG/GSMP, Holm Helis, 2026

Grab von Kurt Grochalsky

© StSG/GSMP, Holm Helis, 2026

Kurt Grochalsky (1923–1941) stammte aus Naumburg an der Saale. Schon mit 16 oder 17 Jahren meldete er sich zur Waffen-SS und wurde dem SS-Pionier-Ersatz-Bataillon Dresden zugeteilt. Dort wurde er für den späteren Fronteinsatz ausgebildet. 

Dazu kam es jedoch nicht. Im August 1941 verurteilte das SS- und Polizeigericht V Dresden Kurt Grochalsky wegen Fahnenflucht, Diebstahls, Betrugs und Urkundenfälschung zum Tod. Zugleich wurde er aus der SS ausgeschlossen. Näheres über die ihm vorgeworfenen Delikte ist nicht bekannt. So könnte etwa die „Fahnenflucht“ die übrigen Straftaten nach sich gezogen haben oder die Straftaten selbst könnten Anlass für die Flucht gewesen sein.

Am 23. Dezember 1941 wurde Kurt Grochalsky in Dresden erschossen – wo genau, ist nicht bekannt. Einen Tag nach Weihnachten ließ ihn sein Vater in einem Einzelgrab im Grabfeld 1D auf dem Johannisfriedhof bestatten. 

Bis Anfang der 1960er-Jahre pflegte die Familie das Grab. Anschließend verfügte die Friedhofsverwaltung laut einer Notiz im Bestattungsbuch, die „Stelle als Kriegergrab nicht ein[zu]ebnen“. 

Nach 1989/90 wurde das Grab unter den Schutz des Gräbergesetzes gestellt. 1993 ließ die Friedhofsverwaltung eine Namenstafel aufbringen. Wie in anderen Fällen auch, wurde Kurt Grochalskys Zugehörigkeit zur Waffen-SS hier verschwiegen und er lediglich als „Pionier“ benannt.

Quellen (Auswahl): 

  • Bundesarchiv: R 9361-II/321520; Auskunft Deutsche Dienststelle (WASt, heute Bundesarchiv), 22.6.2016

Name Kurt Grochalsky
NamensvariantenGroschalsky
Geschlechtmännlich
Nationalitätdeutsch
OpfergruppeJustizhäftling (Militär)
Anerkannt gemäß Gräbergesetz
§ 1 Abs. 2 Nr. 2
Geburtsdatum11.05.1923
Todesdatum23.12.1941
Bestattungsdatum27.12.1941
FriedhofJohannisfriedhof
GrablageGrabfeld 1D
TodesursacheHinrichtung
TodesortDE, Dresden

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