Henryk Kosiak

Henryk Kosiak (Symbolbild)

Symbolbild (Henryk Kosiak)

 

Henryk Kosiak (geboren und gestorben 1944) wurde im Frühjahr 1944 in Dresden geboren. Seine Mutter Sabina Kosiak, eine Polin, musste für die Zeiss-Ikon AG Zwangsarbeit leisten und war im firmeneigenen Lager Seidnitz in der Bodenbacher Straße 152/154 untergebracht. Wo und wann genau ihr Sohn zur Welt kam – im Lager selbst, im Entbindungslager „Kiesgrube“ oder in einem Krankenhaus –, ist nicht bekannt.

Henryk Kosiak wurde nur sieben Monate alt. Am 15. September 1944 wurde er in der Kindergrabanlage im Grabfeld 3A auf dem Johannisfriedhof bestattet. In seinem Grab waren zuvor 1931 ein totgeborenes Mädchen und ein Junge, der einen Tag alt geworden war, bestattet worden.

Wie lange sein Grab bestehen blieb, geht aus dem Bestattungsbuch nicht hervor. Dort findet sich nur die undatierte Notiz „aufr[äumen]“.

Wie die übrigen Gräber von Kindern von Zwangsarbeiterinnen in diesem Grabfeld wurde sein Grab nach 1989/90 nicht unter den Schutz des Gräbergesetzes gestellt.

Quellen (Auswahl):

  • Arolsen Archives, ITS Digital Archives: Teilbestand 2.2.2.1 Kriegszeitkartei, Sabina Kosiak

Name Henryk Kosiak
Geschlechtmännlich
Nationalitätpolnisch
OpfergruppeKind (Zwangsarbeiterin)
Nicht anerkannt gemäß Gräbergesetz
Lebensalter laut Friedhofsunterlagen7 Monate
Todesdatum
Bestattungsdatum15.09.1944
FriedhofJohannisfriedhof
GrablageGrabfeld 3A
Todesursacheunbekannt
Todesortunbekannt

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