Dr. jur. Arthur Heinrich Krippendorff

Arthur Heinrich von Krippendorff, um 1910

Arthur Heinrich von Krippendorff, um 1910

© Privatbesitz

Arthur Heinrich von Krippendorff zu Pferd, 1916

Arthur Heinrich von Krippendorff zu Pferd, 1916

© Privatbesitz

Grabstelle der Familie Krippendorff

Grabstelle der Familie Krippendorff mit Grabstein für Arthur Heinrich von Krippendorff

© StSG/GSMP, Holm Helis, 2026

Grabstelle der Familie Krippendorff mit Grabstein für Arthur Heinrich von Krippendorff

© StSG/GSMP, Holm Helis, 2026

Arthur Heinrich Krippendorff wurde in Leipzig als ältester Sohn eines gehobenen Steuerbeamten geboren. Nach dem Besuch der Fürstenschule in Grimma begann er im Mai 1879 in seiner Geburtsstadt Jura zu studieren. Nach dem Ersten Juristischen Staatsexamen absolvierte Krippendorff bis 1887 sein Referendariat, ebenfalls in Leipzig. In dieser Zeit wurde er mit einer zivilrechtlichen Abhandlung zum Dr. jur. promoviert.

Nach mehreren Stationen als Ratsassessor in Leipzig wurde Krippendorff juristischer Stadtrat – zunächst in Wurzen, dann in Reichenbach im Vogtland. 1898 heiratete er Doris Hendel – 1899 kam seine Tochter Hildegard zur Welt, im folgenden Jahr sein Sohn Herbert. 1901 ließ Krippendorff sich als Rechtsanwalt in Dresden nieder – mit Zuständigkeit für das Amts- und Landgericht –, 1912 wurde er zudem zum Notar ernannt.

Krippendorff absolvierte eine militärische Ausbildung, die er als Oberleutnant der Landwehr abschloss. Vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs schied er als königlich-sächsischer Reserveoffizier altersbedingt aus. Nach Kriegsbeginn meldete sich der 56-Jährige allerdings freiwillig und erhielt im April 1915 einen Einberufungsbefehl. Aufgrund seines Alters kam er nicht an die Front, sondern wurde er als Adjutant (den Truppenbefehlshaber unterstützender Offizier) dem Kriegsgefangenenlager Großporitsch bei Zittau zugewiesen. Bereits im Januar 1916 starb Krippendorff im Reservelazarett in Dresden-Albertstadt an einer Blinddarmentzündung.

Seine Urne wurde im Grab der Familie im Grabfeld 3D auf dem Johannisfriedhof beigesetzt. Dort hatte Krippendorff, der die Grabstätte anlässlich des Todes seines Vaters 1892 erworben hatte, bereits 1911 seine Mutter beerdigen lassen und 1915 ließ er zusammen mit seiner Schwester einen symbolischen Grabstein für seinen Bruder, den Rechtsanwalt Franz Krippendorff (1875–1915), anfertigen, der bei der Flandernschlacht 1915 umgekommen war.

Mit dem Tod von Arthur Heinrich Krippendorffs Tochter 1971 gab die Familie die Grabstätte auf.

Quellen (Auswahl):

  • Universitätsarchiv Leipzig: Rep. M 30_95374
  • Auskünfte und Unterlagen aus Privatbesitz
  • Gestellungsbefehl für Artur Krippendorff, Europeana Transcribe
  • europeana.transcribathon.eu/documents/story/ (24.2.2026)
  • Dr. jur. Arthur Heinrich Krippendorff, in genealogy.net, Familjens databaser NLF, https://ofb2.genealogy.net/famreport.php?ofb=NLF&ID=I545147&lang=se (24.4.2026)
  • Arthur Heinrich Krippendorff, Ueber die Natur der Interventionsklage des § 690 der Deutschen Civilprozeßordnung, Diss., 1886 (Manuskript)
  • Reichenbach, 3. September, in: Leipziger Tageblatt, 5.9.1895

NameDr. jur. Arthur Heinrich Krippendorff
Geschlechtmännlich
Nationalitätdeutsch
OpfergruppeSoldat, WK I
Nicht anerkannt gemäß Gräbergesetz
Geburtsdatum04.04.1859
Todesdatum12.01.1916
Bestattungsdatum17.01.1916
FriedhofJohannisfriedhof
GrablageGrabfeld 3D
Todesursacheunbekannt
TodesortDE, Dresden, Reservelazarett I

Sollten Sie zu Personen oder deren Gräber über die Datenbank hinausweisende Auskünfte haben wollen, nutzen Sie bitte unser Online-Auskunftsformular.