Josef Winkler

Symbolbild (Josef Winkler)

Symbolbild (Josef Winkler)

 

Grabstein für Josef Winkler

Grabstein für Josef Winkler

© StSG/GSMP, Holm Helis, 2025

Josef Winkler (1921–1943) wurde in Fertőrákos (deutsch Kroisbach) geboren, einer mehrheitlich deutschsprachigen Gemeinde im Burgenland in Ungarn. Mutmaßlich wurde der Hilfsarbeiter um 1942 zur Waffen-SS rekrutiert. Nach einem Hüftdurchschuss, den er im März 1943 in Russland erlitt, kam Josef Winkler über ein Reservelazarett in Schneidemühl (heute Piła, Polen) in eine Genesenden-Kompanie des SS-Pionier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillons 1 in Dresden. Als SS-Schütze hatte er den niedrigsten Mannschaftsdienstgrad inne.

Auf einer anlässlich seines Todes von der Wehrmachtauskunftstelle angefertigten Karteikarte ist vermerkt, Josef Winkler sei „[v]om Zug überfahren“ und „[m]it mil[itärischen] Ehren beigesetzt“ worden. [1]Bundesarchiv, B 563-1 KARTEI/G – A 118/0131. Diese Form der Bestattung am 9. Juni 1943 schließt nach den geltenden Bestimmungen aus, dass Josef Winkler sich selbst getötet hat. Auf seiner Sterbeurkunde ist jedoch „Selbstmord“ als Todesursache angegeben.

Nach 1989/90 wurde das Grab unter den Schutz des Gräbergesetzes gestellt und 1993 mit einer Namenstafel versehen. Josef Winklers Zugehörigkeit zur Waffen-SS findet keine Erwähnung, er wird irreführend lediglich als „Schütze“ bezeichnet.

Quellen (Auswahl):

  • Bundesarchiv: B 563-1 KARTEI/G – A 148/0131; B 563-1 KARTEI/W – 966/528; B 563-1 KARTEI/W – 1565/535; Auskunft WASt (heute Bundesarchiv), 22.6.2016
  • Landesarchiv Berlin, Sterberegister, Standesamt I in Berlin, Deutschland, 1939-1955, Josef Winkler, Sterbeurkunde Nr. 7405, Standesamt Berlin I, Jahr 1943, Bild 923, in: Ancestry, www.ancestrylibrary.de/imageviewer/collections/61888

Name Josef Winkler
Geschlechtmännlich
Nationalitätdeutsch
OpfergruppeAngehörige:r eines militärähnlichen Dienstes, WK II
Anerkannt gemäß Gräbergesetz
§ 1 Abs. 2 Nr. 2
Geburtsdatum15.09.1921
Todesdatum01.06.1943
Bestattungsdatum09.06.1943
FriedhofJohannisfriedhof
GrablageGrabfeld 1E
TodesursacheSelbsttötung
TodesortDE, Dresden-Coschütz

Sollten Sie zu Personen oder deren Gräber über die Datenbank hinausweisende Auskünfte haben wollen, nutzen Sie bitte unser Online-Auskunftsformular.